Uganda: Reisepass und viele Probleme

Die beiden brauchen noch keinen Reisepass! © Ferdinandreus | Dreamstime.com

Die niederländische Botschaft in Kampala hat Beantragungen von Visa für den Schengen-Raum und für Reisepässe zur Botschaft in Pretoria, Südafrika verlagert. Dadurch werden sich die Wartezeiten für Reisepässe für Niederländer um Monate verzögern.

Laut Auskunft von Melle Leenstra von der Botschaft des Königreichs der Niederlande in Kampala werden die Änderungen am 1. März dieses Jahres in Kraft treten.

„Die Bearbeitungszeit für ein Schengen-Visum oder einen niederländischen Pass von unserer Botschaft wird deutlich zunehmen“, sagte er und fügte hinzu, dass ihre Regierung  beschlossen hat, regionale Dienstleistungsbüros zu gründen, von denen jedes 10 bis 15 Botschaften betreut und für diese Botschaften generelle Verwaltungsangelegenheiten übernimmt, darunter auch die Ausstellung von Reisepässen.

Die Anträge auf einen Reisepass müssen aber weiterhin in Kampala eingereicht werden. Von dort werden sie dann an Pretoria verschickt. Die Pässe werden dann von Pretoria wieder zur Botschaft in Kampala gebracht.

Unterdessen hat das Innenministerium Ugandas die Bürger davor gewarnt, für die Beantragung von Reisepässen oder Visa Agenturen zu beauftragen. Viele Ungandaer wenden sich auf Rat der Passbeamten an solchen Agenturen, damit sie schneller Ihren Reisepass erhalten. Dabei wird eine Gebühr von meistens 82.000 Uganda-Schilling (UGS) fällig. Das entspricht ca. 27,00 Euro (Stand 24.02.2012) und ist die Höhe eines Monatseinkommen für 80 % der Einwohner Ugandas. Die Beamten in den Passämtern werden häufig von diesen Agenturen an den Erlösen beteiligt. Dies ist typisch für die massive Korruption in Uganda.