Namibia: 12.000 Anträge auf Reisepass aufgearbeitet

Hardap, NamibiaRui Ornelas/Flickr  (CC BY 2.0)

Hardap, Namibia
Rui Ornelas/Flickr (CC BY 2.0)

Das Innenministerium in Windhoek, Namibia, hat in den ersten Wochen dieses Jahres über 12.000 Anträge auf einen Reisepass aufgearbeitet. Ab November 2012 hat es zu wenig Blanko-Reisepässe gegeben, sagte die Ministerin für Inneres und Einwanderung, die SWAPO-Politikerin Pendukeni Maria Iivula-Ithana. Während der Zeit des Engpasses erhielten die Antragsteller auf Wunsch einen sogenannten „Braunen Reisepass“ – im Original Travel Document genannt. Obwohl dieser Reisepass allen internationalen Regeln entsprochen habe, akzeptierten mehrere Länder, insbesondere in Europa, dieses Reisepass-Ersatz nicht.

Auf unsere Nachfrage erklärte das Bundesinnenministerium, dass der „Braune Reisepass“ nicht Visumsfähig gewesen sei und deshalb nicht habe akzeptiert werden können.

Im staatlichen Radiosender NBC wurde im Januar die Falschmeldung verbreitet, wer einen Braunen Reisepass besäße, müsse diesen wieder in die Behörde zurückbringen. Daraufhin erklärte das Innenministerium Namibias, jeder Besitzer des Braunen Reisepasses könne ihn solange behalten, wie er wolle.

In der Parlamentssitzung letzter Woche appellierte die Innenministerin an die Namibier, nur dann einen Reisepass zu beantragen, wenn er auch gebraucht werde. Dann würden auch die langen Menschenschlangen vor den Ausgabestellen kürzer.